Syphilis PDF
SyphilisSyphilis (Synonyme Lues, Lues venerea, harter Schanker oder Franzosenkrankheit) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst wird. Syphilis wird hauptsächlich durch sexuellen Kontakt bei Schleimhautkontakt.

Die Übertragung erfolgt nur von Mensch zu Mensch. Nachdem der Erreger durch die Schleimhaut oder kleine Hautläsionen gelangt ist, befällt er die regionalen Lymphknoten. Anschließend befallen sie den gesamten Körper. Im weiteren Verlauf werden Schäden an Haut, Schleimhaut und Hautanhangsgebilden beobachtet. Nach einer unterschiedlich langen Latenzzeit befällt das Bakterium weitere Organe und zuletzt sogar das Zentralnervensystem.

Die Syphilis ist in vier Stadien unterteilt, die, wenn keine Behandlung erfolgt, durchlaufen werden. Die Dauer unterscheidet sich hierbei von Patient zu Patient.

Stadium I (Lues I):
Nach einer Inkubationszeit von 10 bis 30 Tagen bildet sich ein Primärkomplex, der aus einer Schwellung der regionalen Lymphknoten und einem Ulcus durum (harter Schanker bzw. hartes Geschwür) bildet. Dieses Stadium ist selbstlimitierend. Während dieses Stadiums verteilt sich das Bakterium über den gesamten Körper.

Stadium II (Lues II):
Ca. acht Wochen nach Verschwinden des Primärkomplexes bilden sich Ausschläge aus und es kommt häufig zu einer Schleimhautentzündung sowie zur Ausbildung von Feigwarzen (Condylomata lata) und kleinfleckigem Haarausfall. Daneben können Symptome wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Stadium III (Lues III):
Nach einem Jahr oder später kann es zur Ausprägung von braunroten Knoten mit Geschwürbildung kommen, die unter Narbenbildung wieder abheilen. Es kann auch die Hauptschlagader (Aorta) befallen werden, wodurch ein Aortenaneurysma führen. Bei Platzen kann es zum Tod des Erkrankent kommen. Bei Befall des Gehirns kann es als Folge dieser Erkrankung zu Demenz, Persönlichkeitsveränderungen, Gangunsicherheit und Reflexverlustkommen.

Die Behandlung erfolgt über Antibiotika und kann bei frühzeitiger Behandlung sehr gut therapiert werden. Je später die Behandlung einsetzt, desto größer ist das Risiko für eine Defektheilung.

Quellen:
Herold, G. u. Mitarbeiter (2008). Innere Medizin. Köln, Dr. med. Gerd Herold.
Renz-Polster, H., Krautzig, S., Braun J. (2006). Basislehrbuch Innere Medizin. München, Urban & Fischer Verlag.
Piper, W. (2007). Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG.
Andreae, S. et al. (2006). Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG.
Hahn, J.-M.(2006). Checkliste Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG.
 
Praxis Dr. med. Walter Thomé
Hausarzt - Internist - Arzt für Sportmedizin
Würzburger Straße 17
96049 Bamberg
Praxis
Dr. med. Walter Thomé
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SyphilisSyphilis (Synonyme Lues, Lues venerea, harter Schanker oder Franzosenkrankheit) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst wird. Syphilis wird hauptsächlich durch sexuellen Kontakt bei Schleimhautkontakt.

Die Übertragung erfolgt nur von Mensch zu Mensch. Nachdem der Erreger durch die Schleimhaut oder kleine Hautläsionen gelangt ist, befällt er die regionalen Lymphknoten. Anschließend befallen sie den gesamten Körper. Im weiteren Verlauf werden Schäden an Haut, Schleimhaut und Hautanhangsgebilden beobachtet. Nach einer unterschiedlich langen Latenzzeit befällt das Bakterium weitere Organe und zuletzt sogar das Zentralnervensystem.

Die Syphilis ist in vier Stadien unterteilt, die, wenn keine Behandlung erfolgt, durchlaufen werden. Die Dauer unterscheidet sich hierbei von Patient zu Patient.

Stadium I (Lues I):
Nach einer Inkubationszeit von 10 bis 30 Tagen bildet sich ein Primärkomplex, der aus einer Schwellung der regionalen Lymphknoten und einem Ulcus durum (harter Schanker bzw. hartes Geschwür) bildet. Dieses Stadium ist selbstlimitierend. Während dieses Stadiums verteilt sich das Bakterium über den gesamten Körper.

Stadium II (Lues II):
Ca. acht Wochen nach Verschwinden des Primärkomplexes bilden sich Ausschläge aus und es kommt häufig zu einer Schleimhautentzündung sowie zur Ausbildung von Feigwarzen (Condylomata lata) und kleinfleckigem Haarausfall. Daneben können Symptome wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Stadium III (Lues III):
Nach einem Jahr oder später kann es zur Ausprägung von braunroten Knoten mit Geschwürbildung kommen, die unter Narbenbildung wieder abheilen. Es kann auch die Hauptschlagader (Aorta) befallen werden, wodurch ein Aortenaneurysma führen. Bei Platzen kann es zum Tod des Erkrankent kommen. Bei Befall des Gehirns kann es als Folge dieser Erkrankung zu Demenz, Persönlichkeitsveränderungen, Gangunsicherheit und Reflexverlustkommen.

Die Behandlung erfolgt über Antibiotika und kann bei frühzeitiger Behandlung sehr gut therapiert werden. Je später die Behandlung einsetzt, desto größer ist das Risiko für eine Defektheilung.

Quellen:
Herold, G. u. Mitarbeiter (2008). Innere Medizin. Köln, Dr. med. Gerd Herold.
Renz-Polster, H., Krautzig, S., Braun J. (2006). Basislehrbuch Innere Medizin. München, Urban & Fischer Verlag.
Piper, W. (2007). Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG.
Andreae, S. et al. (2006). Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG.
Hahn, J.-M.(2006). Checkliste Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG.
 
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