Morbus Crohn PDF
Morbus CrohnDer Morbus Crohn (auch als Enteritis regionalis bezeichnet) gehört zusammen mit der Colitis ulcerosa zu der Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. In der Bundesrepublik kommen in etwa 150 Erkrankte auf 100 000 Einwohner und eine Zunahme in nächster Zeit ist zu erwarten. Diese Erkrankung kann sich im gesamten Magen-Darm-Trakt (von der Mundhöhle bis zum After) ausbreiten. Es ist immer das terminale Ileum befallen. Häufig zeigt sich auch eine Ausbreitung in Mundhöhle, Speiseröhre und Darm. Der Morbus Crohn - im Gegensatz zur Colitis ulcerosa - weist einen diskontinuierlichen, segmentalen Befall der Darmschleimhaut auf, der als "skip lesions" bezeichnet wird. Meist erkrankt man zwischen dem 16. und 35. Lebensjahr oder ab einem Alter von 60 Jahren.

Die Ursache für eine Erkrankung mit Morbus Crohn ist noch nicht vollständig geklärt. Jedoch vermutet man sowohl eine genetische als auch eine durch die Umwelt bedingte Komponente. Zur Zeit wird die Wirkung der Defensine diskutiert, die im Darm für die Bakterienabwehr zuständig sind.

Die Erkrankung beginnt meist mit Schmerzen im rechten Unterbauch, Müdigkeit und meist unblutigen Durchfällen. Ebenfalls können unklares Fieber, starker Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen entstehen. Eine Manifestation der Erkrankung ohne Durchfall ist auch möglich. Schubweise auch mit Fieber, einem Anstieg der weißen Blutkörperchen und einer Anämie (Abnahme des roten Blutfarbstoffes). Bei vielen Patienten jedoch ist die Art und das Empfinden der Symptome unterschiedlich. Zu Beginn und im Verlauf einer "Entzündungsphase" oder "Schub" kann es zu Appetitlosigkeit, Schmerzen oder Krämpfen im gesamten Unterbauch und Oberbauch kommen. Patienten beschreiben häufig auch ein "schmetterlingsartiges Kribbeln", das nach einem Toilettengang verschwindet.

Bei bis zu 50 Prozent der Morbus-Crohn-Patienten treten zudem Manifestationen außerhalb des Magen-Darm-Traktes auf. Häufig sind hierbei die Gelenke betroffen. Im Rahmen des Morbus Crohn sind Hautveränderungen in Form des Erythema nodosums oder des Pyoderma gangraenosums möglich. Ebenso kann es zur Begünstigung einer Rosacea kommen sowie zu Entzündungen des Auges (etwa als Uveitis). Die Manifestationen außerhalb des Darmtraktes können selten auch Monate bis Jahre vor der Darm-Symptomatik auftreten. Normalerweise verschwinden die extrainstinalen Symptome, wenn der Morbus Crohn als Grunderkrankung behandelt wird.

 
Praxis Dr. med. Walter Thomé
Hausarzt - Internist - Arzt für Sportmedizin
Würzburger Straße 17
96049 Bamberg
Praxis
Dr. med. Walter Thomé
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Morbus CrohnDer Morbus Crohn (auch als Enteritis regionalis bezeichnet) gehört zusammen mit der Colitis ulcerosa zu der Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. In der Bundesrepublik kommen in etwa 150 Erkrankte auf 100 000 Einwohner und eine Zunahme in nächster Zeit ist zu erwarten. Diese Erkrankung kann sich im gesamten Magen-Darm-Trakt (von der Mundhöhle bis zum After) ausbreiten. Es ist immer das terminale Ileum befallen. Häufig zeigt sich auch eine Ausbreitung in Mundhöhle, Speiseröhre und Darm. Der Morbus Crohn - im Gegensatz zur Colitis ulcerosa - weist einen diskontinuierlichen, segmentalen Befall der Darmschleimhaut auf, der als "skip lesions" bezeichnet wird. Meist erkrankt man zwischen dem 16. und 35. Lebensjahr oder ab einem Alter von 60 Jahren.

Die Ursache für eine Erkrankung mit Morbus Crohn ist noch nicht vollständig geklärt. Jedoch vermutet man sowohl eine genetische als auch eine durch die Umwelt bedingte Komponente. Zur Zeit wird die Wirkung der Defensine diskutiert, die im Darm für die Bakterienabwehr zuständig sind.

Die Erkrankung beginnt meist mit Schmerzen im rechten Unterbauch, Müdigkeit und meist unblutigen Durchfällen. Ebenfalls können unklares Fieber, starker Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen entstehen. Eine Manifestation der Erkrankung ohne Durchfall ist auch möglich. Schubweise auch mit Fieber, einem Anstieg der weißen Blutkörperchen und einer Anämie (Abnahme des roten Blutfarbstoffes). Bei vielen Patienten jedoch ist die Art und das Empfinden der Symptome unterschiedlich. Zu Beginn und im Verlauf einer "Entzündungsphase" oder "Schub" kann es zu Appetitlosigkeit, Schmerzen oder Krämpfen im gesamten Unterbauch und Oberbauch kommen. Patienten beschreiben häufig auch ein "schmetterlingsartiges Kribbeln", das nach einem Toilettengang verschwindet.

Bei bis zu 50 Prozent der Morbus-Crohn-Patienten treten zudem Manifestationen außerhalb des Magen-Darm-Traktes auf. Häufig sind hierbei die Gelenke betroffen. Im Rahmen des Morbus Crohn sind Hautveränderungen in Form des Erythema nodosums oder des Pyoderma gangraenosums möglich. Ebenso kann es zur Begünstigung einer Rosacea kommen sowie zu Entzündungen des Auges (etwa als Uveitis). Die Manifestationen außerhalb des Darmtraktes können selten auch Monate bis Jahre vor der Darm-Symptomatik auftreten. Normalerweise verschwinden die extrainstinalen Symptome, wenn der Morbus Crohn als Grunderkrankung behandelt wird.

 
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