Chronisch obstruktive Lungenerkrankung PDF
COPDIn Deutschland leiden ca. 3 bis 5 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung bezeichnet als Sammelbegriff eine Gruppe von Krankheiten, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind.

Zur Pathophysiologie der chronisch-obstruktive Lungenerkrankung – englisch: chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD, seltener auch chronic obstructive lung disease, COLD – tragen vor allem drei Krankheitsbilder bei, die jeweils ihre eigene Pathophysiologie besitzen.

Diese drei Krankheitsbilder sind:

  • die chronische Bronchitis
  • die chronische Bronchiolitis
  • Lungenemphysem

Allen drei Komponenten ist gemein, dass besonders durch die chronische Entzündung es zu einer Aufrechterhaltung des Krankheitsbildes kommt. Die chronische Entzündung ist vor allem durch Inhalation verschiedenster Noxe bedingt. Auf zellulärer Ebene findet sich bei der COPD vor allem eine Vermehrung bestimmter Zellen des Immunsystems des menschlichen Körpers.

 

Es gibt verschiedene Ursachen für eine COPD, aber der Umweltfaktor, der eine zentrale Rolle einnimmt, ist das Rauchen. Durch das Rauchen, aber auch das Passivrauchen, wird die Konzentration an freien Sauerstoffradikalen im Atemtrakt erhöht. Des Weiteren werden die körpereigenen Schutzmechanismen gegen das "Selbstverdauen" der Lunge durch die zahlreichen Inhaltsstoffe des Tabakrauches negativ beeinträchtigt. Bei feststehender Diagnose ist es meistens zu spät für eine Heilung und es können nur lindernde Maßnahmen ergriffen werden.

Neben dem Rauchen kann auch Verschmutzung der Atemluft mit Schwefeldioxid in direkten Zusammenhang gebracht werden. Auch bei bestimmten Berufen, die organischen und anorganischen Stäuben sowie Säuren, Basen, toxischen Gasen oder inhalierbaren Flüssigkeiten ausgesetzt sind, ist das Risiko an einer COPD zu erkranken erhöht.

Derzeit wird auch der Zusammenhang eine virale Lungenentzündung im Kindesalter und einer späteren Entwicklung einer COPD diskutiert. Ergebnisse der Zwillingsforschung lassen darauf schließen, dass auch genetische Aspekte eine Rolle bei dieser Krankheitsentwicklung spielen.

 

Die wichtigsten Symptome der COPD sind Auswurf, Husten und Atemnot - oft als "AHA"-Symptome bezeichnet.

Der Husten bei Patienten mit COPD besteht chronisch seit Monaten oder Jahren. Meist ist er morgens nach dem Erwachen am stärksten ausgeprägt. Im jahreszeitlichen Verlauf ist der Husten im Herbst und Winter häufig stärker als im Frühjahr und Sommer. Ein plötzlicher Beginn, eine Ortsabhängigkeit des Hustens (beispielsweise am Arbeitsplatz) oder das Ausbleiben von Auswurf sind untypisch für eine COPD und deuten eher auf andere Krankheiten hin.

Neben dem Husten ist der Auswurf von Sputum ein weiteres Hauptsymptom der COPD. Die Analyse der Qualität des Sputums lässt Rückschlüsse auf die zu Grunde liegende Krankheit zu. Bei der COPD ist das Sputum meist etwas bräunlich und wird morgens relativ leicht abgehustet. Auch Blutbeimengungen können im Sputum eines COPD-Patienten vorkommen (Hämoptyse). Liegen Hämoptysen vor, müssen weitere Erkrankungen ausgeschlossen werden (beispielsweise Bronchialkarzinome, Herzinsuffizienz oder Tuberkulose). Beim Lungenemphysem ist Auswurf hingegen nicht oder nur wenig vorhanden. Täglich werden bei der COPD etwa 60 ml Sputum abgehustet. Nach Aufgabe des Rauchens verringert sich die Menge des abgehusteten Sputums bis zum Ausbleiben von Auswurf.

Als Belastungsdyspnoe wird eine unter Belastung auftretende Atemnot bezeichnet. Ihr Ausmaß nimmt im Verlauf der Erkrankung zu und kann zu einer vollständigen Bewegungseinschränkung (Immobilität) der Patienten führen. Wichtig zur Beurteilung des Krankheitsverlaufes ist die Ermittlung des jeweiligen Ausmaßes der Einschränkung. Beispielsweise wird nach der Anzahl der Treppenstufen gefragt, ab der Luftnot auftritt. Während bei der COPD die Belastungsdyspnoe meist bereits am Anfang der Belastung auftritt, tritt sie beim Asthma bronchiale eher zum Ende hin auf.

 
Praxis Dr. med. Walter Thomé
Hausarzt - Internist - Arzt für Sportmedizin
Würzburger Straße 17
96049 Bamberg
Praxis
Dr. med. Walter Thomé
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COPDIn Deutschland leiden ca. 3 bis 5 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung bezeichnet als Sammelbegriff eine Gruppe von Krankheiten, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind.

Zur Pathophysiologie der chronisch-obstruktive Lungenerkrankung – englisch: chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD, seltener auch chronic obstructive lung disease, COLD – tragen vor allem drei Krankheitsbilder bei, die jeweils ihre eigene Pathophysiologie besitzen.

Diese drei Krankheitsbilder sind:

  • die chronische Bronchitis
  • die chronische Bronchiolitis
  • Lungenemphysem

Allen drei Komponenten ist gemein, dass besonders durch die chronische Entzündung es zu einer Aufrechterhaltung des Krankheitsbildes kommt. Die chronische Entzündung ist vor allem durch Inhalation verschiedenster Noxe bedingt. Auf zellulärer Ebene findet sich bei der COPD vor allem eine Vermehrung bestimmter Zellen des Immunsystems des menschlichen Körpers.

 

Es gibt verschiedene Ursachen für eine COPD, aber der Umweltfaktor, der eine zentrale Rolle einnimmt, ist das Rauchen. Durch das Rauchen, aber auch das Passivrauchen, wird die Konzentration an freien Sauerstoffradikalen im Atemtrakt erhöht. Des Weiteren werden die körpereigenen Schutzmechanismen gegen das "Selbstverdauen" der Lunge durch die zahlreichen Inhaltsstoffe des Tabakrauches negativ beeinträchtigt. Bei feststehender Diagnose ist es meistens zu spät für eine Heilung und es können nur lindernde Maßnahmen ergriffen werden.

Neben dem Rauchen kann auch Verschmutzung der Atemluft mit Schwefeldioxid in direkten Zusammenhang gebracht werden. Auch bei bestimmten Berufen, die organischen und anorganischen Stäuben sowie Säuren, Basen, toxischen Gasen oder inhalierbaren Flüssigkeiten ausgesetzt sind, ist das Risiko an einer COPD zu erkranken erhöht.

Derzeit wird auch der Zusammenhang eine virale Lungenentzündung im Kindesalter und einer späteren Entwicklung einer COPD diskutiert. Ergebnisse der Zwillingsforschung lassen darauf schließen, dass auch genetische Aspekte eine Rolle bei dieser Krankheitsentwicklung spielen.

 

Die wichtigsten Symptome der COPD sind Auswurf, Husten und Atemnot - oft als "AHA"-Symptome bezeichnet.

Der Husten bei Patienten mit COPD besteht chronisch seit Monaten oder Jahren. Meist ist er morgens nach dem Erwachen am stärksten ausgeprägt. Im jahreszeitlichen Verlauf ist der Husten im Herbst und Winter häufig stärker als im Frühjahr und Sommer. Ein plötzlicher Beginn, eine Ortsabhängigkeit des Hustens (beispielsweise am Arbeitsplatz) oder das Ausbleiben von Auswurf sind untypisch für eine COPD und deuten eher auf andere Krankheiten hin.

Neben dem Husten ist der Auswurf von Sputum ein weiteres Hauptsymptom der COPD. Die Analyse der Qualität des Sputums lässt Rückschlüsse auf die zu Grunde liegende Krankheit zu. Bei der COPD ist das Sputum meist etwas bräunlich und wird morgens relativ leicht abgehustet. Auch Blutbeimengungen können im Sputum eines COPD-Patienten vorkommen (Hämoptyse). Liegen Hämoptysen vor, müssen weitere Erkrankungen ausgeschlossen werden (beispielsweise Bronchialkarzinome, Herzinsuffizienz oder Tuberkulose). Beim Lungenemphysem ist Auswurf hingegen nicht oder nur wenig vorhanden. Täglich werden bei der COPD etwa 60 ml Sputum abgehustet. Nach Aufgabe des Rauchens verringert sich die Menge des abgehusteten Sputums bis zum Ausbleiben von Auswurf.

Als Belastungsdyspnoe wird eine unter Belastung auftretende Atemnot bezeichnet. Ihr Ausmaß nimmt im Verlauf der Erkrankung zu und kann zu einer vollständigen Bewegungseinschränkung (Immobilität) der Patienten führen. Wichtig zur Beurteilung des Krankheitsverlaufes ist die Ermittlung des jeweiligen Ausmaßes der Einschränkung. Beispielsweise wird nach der Anzahl der Treppenstufen gefragt, ab der Luftnot auftritt. Während bei der COPD die Belastungsdyspnoe meist bereits am Anfang der Belastung auftritt, tritt sie beim Asthma bronchiale eher zum Ende hin auf.

 
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